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Hypotheken Die Yen Falle Credit Suisse Sponsoring

06.02.2002 Der japanische Yen lockt mit tiefen Zinsen. Lohnt es sich für Schweizer Hausbesitzer, davon zu profitieren und Hypotheken in Yen aufzunehmen? Die Antwort ist nein. Die Risiken und Kosten einer Yen-Hypothek sind zu hoch. Das Hauptrisiko sind die Währungsschwankungen: Steigt der Yen-Kurs gegenüber dem Schweizer Franken, ist die Yen-Hypothek trotz dem Zinsgewinn teurer als eine Hypothek in Schweizer Franken.Hausbesitzer wünschen sich billige Hypotheken. Auf den ersten Blick sieht es so aus, als ob Hypotheken in japanischen Yen diesen Traum wahrmachen könnten. Die japanische Wirtschaft befindet sich nun schon in der vierten Rezession innerhalb eines Jahrzehnts. Mit tiefen Zinsen versucht Japan seiner Volkswirtschaft Liquidität zuzuführen und so die Konjunktur anzukurbeln. Viele Banken verhalten sich gegenüber Yen-Hypotheken zurückhaltend, was ihnen im vergangenen Jahr Kritik von verschiedenen Wirtschaftspublikationen eingetragen hat. Die Vorsicht ist jedoch gerechtfertigt: Der niedrige Zinssatz des japanischen Yen ist für den Kunden der einzige Vorteil. Sonst trägt er durchwegs Zusatzkosten und erhöhte Risiken. Der Zinsgewinn ist beträchtlichNicht zu bestreiten ist, dass mit Krediten in Yen grosse Zinsgewinne erzielt werden können. Dies zeigt ein Vergleich:Marktsätze (vom 5.2.2002) für eine dreijährige Festhypothek: Brutto-Zinsbelastung bei einer Kreditaufnahme von 500000 Schweizer Frankenüber diese drei Jahre:Das Sparpotenzial des Yens gegenüber dem Franken beträgt beinahe 65 Prozent. Dies ist natürlich eine sehr verlockende Perspektive. Folgende vier Punkte sprechen jedoch gegen eine Yen-Hypothek:1. Das Währungsrisiko ist die grösste GefahrDas Hauptrisiko eines Fremdwährungskredites ist das Währungsrisiko. Steigt der Kurs des japanischen Yen, verteuern sich nicht nur die Zinszahlungen, sondern auch die Kreditschuld. Wechselkurse sind nicht nur zufälligen Schwankungen unterworfen, die Währung mit den niedrigeren Zinsen steht auch unter Aufwertungsdruck. Denn im Marktgleichgewicht sind die wechselkursbereinigten Zinskosten über alle Währungen hinweg gleich hoch. Das Währungsrisiko verursacht auch indirekte Kosten. Falls der Schuldner aufgrund der Verteuerung der Fremdwährung seine Schuld nicht mehr begleichen kann, erleidet die kreditgebende Bank den Verlust. Die Bank muss dieses Risiko im Rating berücksichtigen; sie wird dem Kunden eine zusätzliche Risikoprämie verrechnen.2. Der Kunde trägt das ZinsänderungsrisikoBeim Auslaufen einer Hypothek hat sich der Kunde zu den aktuellen Marktsätzen zu refinanzieren. Diese Zinsänderungsrisiken sind bei Fremdwährungen mit dem Wechselkursrisiko verknüpft. Erhöht eine Zentralbank ihre Leitzinsen, steigt auch die Attraktivität einer Anlage in dieser Währung - worauf der Wechselkurs steigt. Läuft ein Fremdwährungskredit aus, hat der Kunde zwei Möglichkeiten: Entweder verschuldet er sich trotz geringerem Zinsvorteil weiter in der Fremdwährung, oder er nimmt einen Kredit in Franken auf und trägt so den erlittenen Währungsverlust.3. Abzugsfähigkeit der Schuldzinsen wird vermindertDurch die niedrigeren Zinsen des japanischen Yen wird die steuerliche Abzugsfähigkeit der Schuldzinsen vermindert. Beträgt die Differenz zwischen dem Franken-Zins und Yen-Zins 2,7 Prozent und ist der Grenzsteuersatz des Kunden 30 Prozent, so vermindert sich der Kostenvorteil einer Yen-Hypothek allein durch Steuereffekte um 0,81 Prozent: nämlich von 2,7 Prozent auf 1,89 Prozent.4. Zweimalige SpreadkostenDer Kunde hat durch den Kauf sowie Verkauf der Fremdwährung zwei Mal Spreadkosten von 0,7 Prozent zu tragen. Yen-Hypotheken sind im Endeffekt teurerEine Analyse der Credit Suisse zeigt, dass die Yen-Hypothek auch ohne Spreadkosten sowie Steuereffekte seit 1989 im Durchschnitt teurer war als eine Hypothek in Schweizer Franken. Die 6-Monats-Hypothek war zwischen August 1989 und August 2001 im Durchschnitt 0,2 Prozent teurer, eine einjährige Festhypothek 1,3 Prozent und eine dreijährige gar 3,2 Prozent. Die niedrigeren Yen-Zinsen wurden jeweils durch die Erstarkung des Yen überkompensiert. Wechselkursabsicherungen sind zwar möglich, die Kosten dafür neutralisieren den Zinsvorteil jedoch vollständig. Die Yen-Hypothek kann deshalb den Schweizer Hausbesitzern nicht empfohlen werden. Die "Zauberlösung" entpuppt sich bei näherem Hinschauen als Verlustgeschäft.Beachten Sie unsere weiteren Links zum Thema:- Economic Research-Site der Credit Suisse06. 02. 2002 Der japanische Yen lockt mit tiefen Zinsen. Lohnt es sich für Schweizer Hausbesitzer, davon zu profitieren und Hypotheken in Yen aufzunehmen? Die Antwort ist nein. Die Risiken und Kosten einer Yen-Hypothek sind zu hoch. Das Hauptrisiko sind die Währungsschwankungen: Steigt der Yen-Kurs gegenüber dem Schweizer Franken, ist die Yen-Hypothek trotz dem Zinsgewinn teurer als eine Hypothek in Schweizer Franken. Hausbesitzer wünschen sich billige Hypotheken. Auf den ersten Blick sieht es so aus, als ob Hypotheken in japanischen Yen diesen Traum wahrmachen könnten. Die japanische Wirtschaft befindet sich nun schon in der vierten Rezession innerhalb eines Jahrzehnts. Mit tiefen Zinsen versucht Japan seiner Volkswirtschaft Liquidität zuzuführen und so die Konjunktur anzukurbeln. Viele Banken verhalten sich gegenüber Yen-Hypotheken zurückhaltend, was ihnen im vergangenen Jahr Kritik von verschiedenen Wirtschaftspublikationen eingetragen hat. Die Vorsicht ist jedoch gerechtfertigt: Der niedrige Zinssatz des japanischen Yen ist für den Kunden der einzige Vorteil. Sonst trägt er durchwegs Zusatzkosten und erhöhte Risiken. Der Zinsgewinn ist beträchtlichNicht zu bestreiten ist, dass mit Krediten in Yen grosse Zinsgewinne erzielt werden können. Dies zeigt ein Vergleich:Marktsätze (vom 5. 2. 2002) für eine dreijährige Festhypothek: Brutto-Zinsbelastung bei einer Kreditaufnahme von 500000 Schweizer Frankenüber diese drei Jahre:Das Sparpotenzial des Yens gegenüber dem Franken beträgt beinahe 65 Prozent. Dies ist natürlich eine sehr verlockende Perspektive. Folgende vier Punkte sprechen jedoch gegen eine Yen-Hypothek:1. Das Währungsrisiko ist die grösste GefahrDas Hauptrisiko eines Fremdwährungskredites ist das Währungsrisiko. Steigt der Kurs des japanischen Yen, verteuern sich nicht nur die Zinszahlungen, sondern auch die Kreditschuld. Wechselkurse sind nicht nur zufälligen Schwankungen unterworfen, die Währung mit den niedrigeren Zinsen steht auch unter Aufwertungsdruck. Denn im Marktgleichgewicht sind die wechselkursbereinigten Zinskosten über alle Währungen hinweg gleich hoch. Das Währungsrisiko verursacht auch indirekte Kosten. Falls der Schuldner aufgrund der Verteuerung der Fremdwährung seine Schuld nicht mehr begleichen kann, erleidet die kreditgebende Bank den Verlust. Die Bank muss dieses Risiko im Rating berücksichtigen; sie wird dem Kunden eine zusätzliche Risikoprämie verrechnen. 2. Der Kunde trägt das ZinsänderungsrisikoBeim Auslaufen einer Hypothek hat sich der Kunde zu den aktuellen Marktsätzen zu refinanzieren. Diese Zinsänderungsrisiken sind bei Fremdwährungen mit dem Wechselkursrisiko verknüpft. Erhöht eine Zentralbank ihre Leitzinsen, steigt auch die Attraktivität einer Anlage in dieser Währung - worauf der Wechselkurs steigt. Läuft ein Fremdwährungskredit aus, hat der Kunde zwei Möglichkeiten: Entweder verschuldet er sich trotz geringerem Zinsvorteil weiter in der Fremdwährung, oder er nimmt einen Kredit in Franken auf und trägt so den erlittenen Währungsverlust. 3. Abzugsfähigkeit der Schuldzinsen wird vermindertDurch die niedrigeren Zinsen des japanischen Yen wird die steuerliche Abzugsfähigkeit der Schuldzinsen vermindert. Beträgt die Differenz zwischen dem Franken-Zins und Yen-Zins 2,7 Prozent und ist der Grenzsteuersatz des Kunden 30 Prozent, so vermindert sich der Kostenvorteil einer Yen-Hypothek allein durch Steuereffekte um 0,81 Prozent: nämlich von 2,7 Prozent auf 1,89 Prozent. 4. Zweimalige SpreadkostenDer Kunde hat durch den Kauf sowie Verkauf der Fremdwährung zwei Mal Spreadkosten von 0,7 Prozent zu tragen. Yen-Hypotheken sind im Endeffekt teurerEine Analyse der Credit Suisse zeigt, dass die Yen-Hypothek auch ohne Spreadkosten sowie Steuereffekte seit 1989 im Durchschnitt teurer war als eine Hypothek in Schweizer Franken. Die 6-Monats-Hypothek war zwischen August 1989 und August 2001 im Durchschnitt 0,2 Prozent teurer, eine einjährige Festhypothek 1,3 Prozent und eine dreijährige gar 3,2 Prozent. Die niedrigeren Yen-Zinsen wurden jeweils durch die Erstarkung des Yen überkompensiert. Wechselkursabsicherungen sind zwar möglich, die Kosten dafür neutralisieren den Zinsvorteil jedoch vollständig. Die Yen-Hypothek kann deshalb den Schweizer Hausbesitzern nicht empfohlen werden. Die "Zauberlösung" entpuppt sich bei näherem Hinschauen als Verlustgeschäft. Beachten Sie unsere weiteren Links zum Thema:- Economic Research-Site der Credit Suisse.

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