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Devisenhandel Learningcenter Online Brokerage

Grundlagen des Devisenhandels um die Praxis des Devisenhandels erläutern zu können, sollen zunächst einige Grundlagen für das Verständnis der dargestellten Geldmarkttransaktionen gelegt werden. Neben der Notierung der Wechselkurse werden die Positionsführung der Händler und die grundlegendste Geschäftsart, das Kassageschäft, beschriebenr Wechselkurs wird als Preis der ausländischen Währung in inländischen Währungseinheiten definiert. Diese Definition des Wechselkurses bezeichnet man auch als die direkte Notierung. Sie wird in den meisten Ländern angewendet. Dabei wird der Preis von normalerweise hundert Einheiten ausländischer Währung, beim Dollar und beim englischen Pfund jedoch nur der Preis einer Einheit, in inländischer Währung notiert. Es gibt jedoch Ausnahmen von dieser Regel. Da in Großbritannien früher nicht das Dezimalsystem verwendet wurde, notierte man den Gegenwert von einem GBP in der ausländischen Währung. Diese Methode nennt man die indirekte Notierung. Auch heute noch wird das GBP indirekt notiert.Um ein reibungsloses Funktionieren des Marktes zu gewährleisten, braucht es also weitere Konventionen. Im professionellen Devisenhandel zwischen Banken notieren die Händler normalerweise in Dollarkursen. Das heißt, dass der Wert der verschiedenen Lokalwährungen durch die Bezeichnung des Preises von einem USD in lokaler Währung angegeben wird. Setzt man sich z. B. von Zürich aus mit einer norwegischen Bank in Verbindung, um nach ihren NOK-Kursen zu fragen, dann werden die norwegischen Händler nicht den Kurs des CHF gegen NOK angeben, sondern jenen des USD gegen NOK.Diese seit den 50er-Jahren übliche Methode, Währungen in Dollarkursen zu notieren, hat die Bedeutung von Arbitrage im Devisenhandel stark verändert. Unter Arbitrage versteht man Kursgewinne aus dem professionellen Interbankgeschäft, im Gegensatz zum Kundengeschäft.Im aktiven Devisenhandel werden den Kunden jeweils zwei Kurse für ein Währungspaar gestellt. Wird beispielsweise für EUR gegen USD ein Kurs von EUR/USD 1.1521/1.1536 notiert, dann ist der erste Kurs der Ankaufskurs, den die Bank für den EUR bietet, der zweite der Verkaufskurs für den EUR. In der Fachsprache wird der erste Kurs auch Geldkurs oder Bid genannt. Der zweite Kurs entspricht dem Verkaufskurs für den EUR. Dieser wird auch Briefkurs oder Ask genannt. Der so genannte Mittelkurs entspricht dem Durchschnitt aus An- und Verkaufskurs. Devisenhändler (Trader) handeln in der Regel im Monat an 10 bis 20 Tagen. Ein Handel wird nur dann durchgeführt, wenn die Analyseinstrumente einen eindeutigen Trend zeigen. Das bedeutet, dass an unsicheren Tagen der Handel einfach ausgesetzt und das Risiko eines Verlustes somit vermieden wird. Beim Handel beobachtet der Trader ständig die sich im Sekundentakt im zehntausendstel Stellenbereich ändernden Kurse. Diese 4. Stelle hinter dem Komma wird im Fachjargon "pip" genannt. Da im Devisenhandel die Positionen in aller Regel schon nach kurzer Zeit (innerhalb von Stunden) wieder verkauft werden (glatt gestellt), hat die Bank auch nur das Risiko der in dieser kurzen Zeit relativ geringen Kursschwankungen zu tragen.Ein Beispiel Aufgrund von gewissen Analysen und Tendenzen wird mit einem steigenden Euro gerechnet. Der Devisenhändler steigt z.B. mit 100.000 US-Dollar über einen Broker in den Devisenmarkt ein und kauft für diesen Betrag Euro. Der Einstiegskurs beträgt 1,1600 Euro zu 1 Dollar. Tatsächlich steigt der Kurs innerhalb von 2 Stunden rasch an. Beim Kurs von 1,1648 entscheidet sich der Devisenhändler die gekaufte Position durch einen Verkauf glatt zu stellen und damit aus dem Markt auszusteigen. Zusammenfassend ergibt sich folgende Rechnung: Der Eurokurs zu Dollar = 1,1600 Der Devisenhändler kauft für 100.000 $ = 116.000 EUR Der Kurs steigt = 1,1648 Der Devisenhändler verkauft = 116.480 EUR Kursgewinn (0,0048) = 48 pips Absoluter Gewinn = 480 EUR Bei einem Einsatz von 100.000 $ ist ein Tagesgewinn von 480 EUR nicht der Rede wert. Durch das so genannte "Margin" - System beträgt der Einsatz aber nur 10% dieser Summe. Das bedeutet, die 480 EUR werden bei einem Kapitaleinsatz von 10.000 $ realisiert! Dies entspricht einem Gewinn von 450,78 $ bei einem Kurs von 1,1648. In dem o.g. Beispiel wurde also in weniger als 24 Stunden eine Tagesrendite 4,5% erzielt.Die Stopp-Loss-Sicherung Selbstverständlich ist es möglich, dass der Kurs einer Währung sich auch einmal anders verhält als es der Trader erwartet. Um unerwünschten Verlusten wirksam zu begegnen, wird in der Praxis eine Stop-Loss-Marke gesetzt. Ein Beispiel: Die Devisenhändler kaufen für 100.000 $ Euro zum Kurs von 1,1600. Gleichzeitig erhält der Broker die Anweisung: "Stop bei 1,1550". Dies bedeutet, sobald der Kurs auf die Marke von 1,1550 fällt, werden die Euro zu diesem Kurs automatisch, ohne nochmaligen Auftrag, verkauft. Es entsteht somit ein Verlust von 50 pips oder 500 EUR = 4,74 %. In der Praxis wird die Stop-Loss-Sicherung bei jedem Handelseinstieg mit maximal 50 pips festgelegt. Ein Verlust wäre somit auf 5 Prozent begrenzt.Das Hedging Das Hedging ist die Absicherung eines Kurses durch eine Gegenposition. Grundsätzlich hat die Praxis gezeigt, dass sich Euro und Schweizer Franken gegenläufig verhalten. Steigt der Euro fällt der Schweizer Franken und umgekehrt. Natürlich bestätigt die Ausnahme die Regel. Entsprechend dieser grundsätzlichen Kursbewegungen kann man ein Hedging im FOREX-Kapitalanlagebereich betreiben, indem man 50 % des Kapitals in den Euro investiert und 50 % in Schweizer Franken, wobei in diesem Falle immer bei beiden Währungen auf fallende oder auf steigende Kurse gesetzt wird. Ein Beispiel: Der Trader setzt auf steigende Kurse. Er investiert 50% des Kapitals in Euro und 50% in Schweizer Franken. Die Stop-Loss-Sicherung wird beim Euro mit 30 und beim Schweizer Franken mit 50 pips gesetzt. Nach dem Kauf stellt sich heraus, dass der Euro wider Erwarten fällt, der Schweizer Franken jedoch steigt. Beim Euro erfolgt der automatische Ausstieg, wenn der Kurs um 30 pips gefallen ist. Es wird also ein Verlust von 30 pips realisiert. Der Kurs des Schweizer Franken steigt weiter. Bei 62 pips über dem Einstiegskurs verkauft der Trader. Es entsteht also ein Gewinn von 62 pips. Kumuliert man das Tagesergebnis, liegt der Gewinn bei insgesamt 32 pips. Ob ein Hedging angewandt wird oder nicht, entscheiden die Trader aufgrund von Chartanalysen, Trends und ihrer langjährigen Erfahrung.Wie schon bei den Geschäftsarten im Devisenhandel erwähnt, versteht man unter einem Swapgeschäft die Verbindung eines Kassageschäftes mit einem Termingeschäft. Diese Kombination besteht entweder in dem Kauf einer Währung per Kasse und ihrem gleichzeitigen Verkauf per Termin oder in dem Verkauf einer Währung per Kasse und ihrem Rückkauf per Termin. Bei einem Swapgeschäft, das im Bereich des Devisenhandels spezifisch ist, handelt es sich um ein Tauschgeschäft (der Ausdruck "swap" bedeutet "tauschen"). Getauscht werden somit zwei Fälligkeiten, nämlich Kassa gegen Termin, mitunter auch ein Termin gegen einen anderen Termin (zum Beispiel 2 Monate gegen 3 Monate). Die jeweils zwei Seiten des Swapgeschäftes werden mit dem gleichen Partner abgeschlossen. Kassakurs und Terminkurs weisen einen von der Zinsdifferenz zwischen den beiden Währungen bestimmten Unterschied auf. Gängige Fristen für den Abschluß von Swapgeschäften zur Prolongation (Verlängerung) von Kassapositionen sind 2 zu 3 Geschäftstage oder 1 zu 2 Geschäftstage. Je nachdem, um welche Frist es sich im einzelnen handelt, unterscheidet man zwischen "spot next" und "tommorow next" ("tom next")."spot next"Bei einer "spot next"-Transaktion hat die Kassaseite des Swapgeschäftes eine zweitägige und die Terminseite eine dreitägige Laufzeit."tom next" Bei einer "tom next"-Transaktion ist die Valutierung der Kassaseite eintägig und der Terminseite zweitägig. Für beide Swaparten besteht in den Währungen der westlichen Industrieländer in der Regel ein liquider Markt. Da die meisten Banken jedoch die kürzere Terminierung bevorzugen und im Bereich des kommerziellen Zahlungsverkehrs häufig eintägig benötigte Währungsein- und -ausgänge anfallen, sind die Umsätze in den "tom next"-Transaktionen etwas größer. Eine Bank, welche beispielsweise am 14.6. Valuta 16.6. 10 Mio. US-$ verkauft hat, kann die Fälligkeit dieser Position auf zwei verschiedene Arten hinausschieben: entweder durch Abschluß eines "spot next"-Geschäftes am 14.6. (Kauf von 10 Mio. US-$ per 16.6. und Verkauf von 10 Mio. US-$ per 17.6.) oder durch Abschluß eines "tom next"-Geschäftes am 15.6. (Kauf von 10 Mio. US-$ per 16.6. und Verkauf von 10 Mio. US-$ per 17.6.) Durch solche, sich wiederholende Transaktionen wird die spekulative Position im Rahmen eines Devisenspekulationsgeschäftes aufrechterhalten, ohne dass hierzu der Einsatz von Eigen- bzw. Kreditmitteln erforderlich wird. Allerdings ist zu beachten, dass die beiden Kurse des Swapgeschäftes nicht gleich sind. Dies führt dazu, dass entweder ein Swapgewinn (bei Short-Positionen) oder ein Swapverlust (bei Long-Positionen) entsteht.Devisengeschäfte sind mit einem hohen Verlustrisiko behaftet. Bevor Sie sich als Marktteilnehmer an den internationalen Devisenmärkten engagieren, möchten wir Sie über Ablauf und Abwicklung, insbesondere aber über die typischen Risiken bei Devisengeschäften, informieren. Diese Risikoinformation kann nicht über alle möglichen Risiken beim Devisenhandel aufklären und enthält demgemäß nur Hinweise zu den typischen Risiken des Devisenhandels und des Online-Devisenhandels. Der Handel mit Devisen und die damit verbundenen Risiken erfordern besondere Kenntnisse, Fähigkeiten und Erfahrungen und sind deshalb für viele Kapitalanleger nicht geeignet. Sie sollten deshalb sehr sorgfältig prüfen, ob der Online-Handel mit Devisen angesichts ihrer Erfahrung, Anlageziele, finanziellen Möglichkeiten und ihren sonstigen anlagerelevanten persönlichen Verhältnissen eine angemessene Form der Kapitalanlage darstellt. Wir bitten Sie, diese Risikoaufklärung sorgfältig zu lesen und zu prüfen, ob Sie bereit und in der Lage sind, die mit Devisengeschäften verbundenen wirtschaftlichen Risiken zu tragen.Motor und Geschäftsgrundlage der internationalen Devisenmärkte sind die ständigen Kursschwankungen, die neben zahlreichen anderen Faktoren durch Angebot und Nachfrage des Marktes beeinflusst werden. Mit der globalen Vernetzung der Märkte und Marktteilnehmer hat sich der Devisenmarkt in den vergangenen Jahren zum liquidesten aller Finanzmärkte entwickelt. Die große Zahl der Marktteilnehmer und die dank moderner Kommunikationstechnologien möglichen extrem kurzen Reaktionszeiten führen heute bisweilen an einem Tag zu Kursschwankungen, wie sie früher nur über längere Zeiträume zu beobachten waren. Gerade in diesem Umstand liegt die besondere Attraktivität des FOREX-Handels, aber auch sein außerordentlich hohes Risiko. Die maßgeblichen Wechselkurse im Kassageschäft werden durch den Geldkurs und den Briefkurs definiert. Im internationalen Devisengeschäft werden diese Kurse als „Bid-Kurs“ (der Geldkurs) und als „Ask-Kurs“ (Briefkurs) bezeichnet. Bid-Kurs ist der Kurs, zu dem der Verkäufer oder Händler eine Währung einkauft. Ask-Kurs ist der Kurs, zu dem der Käufer die Währung ankauft. Die Differenz, auch „Spread“ genannt, zwischen Bid-Kurs und Ask-Kurs ist mithin der Betrag, um den der Kontrahent die Währung teurer einkauft oder billiger verkauft. Bid-Kurs und Ask-Kurs liegen keineswegs fest. Vielmehr unterscheiden sich die Kurse insbesondere nach dem Volumen des Geschäfts und der Art des Kunden.Margin und Leverage-Effekt Eine Variante des Devisenkassageschäfts ist der körperliche tatsächliche Kauf einer Währung gegen Zahlung des entsprechenden Betrages einer anderen Währung. Angesichts der Vielzahl von Geschäftsvorfällen und der kurzen Laufzeiten der Geschäfte wird das Kassageschäft typischerweise nicht gegen Zahlung des entsprechenden Gegenwerts einer anderen Währung abgewickelt. Vielmehr muss der Käufer zur Deckung des Risikos lediglich eine Mindestdeckung, die so genannte „Margin“, hinterlegen, die beim Devisenhandel über das Saxotrader Online Trading System und das Saxotrader Online Trading Desk 2 % des jeweils gehandelten Währungsvolumens entspricht. In Höhe der Margin ist das gehandelte Währungsvolumen durch Ihren Kapitaleinsatz gedeckt, der Restbetrag des Handelsvolumens ist gleichsam auf Kreditbasis finanziert. Die Abwicklung des Devisengeschäftes auf der Basis einer Margin reduziert zwar den Kapitaleinsatz des Käufers, der mit einem vergleichsweise geringen Kapitalstock ein vergleichsweise großes Handelsvolumen bewegen kann. Konsequenz des Margin-Geschäftes ist aber, dass selbst geringe Kursschwankungen zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals führen können, wenn der Verlust die hinterlegte Margin überschreitet. Im Grundsatz gilt: Je geringer die Margin, desto größer die Gefahr des Totalverlustes des eingesetzten Betrages. In der Praxis wird dieser Zusammenhang als Hebeleffekt oder Leverage-Effekt bezeichnet. Die folgenden Beispiele verdeutlichen die Wirkung des Leverage-Effektes in Gewinn- und Verlustsituationen. Das Beispiel geht davon aus, daß Sie einen Betrag von bis zu US-$ 10.000 einsetzen wollen. Bei einer Margin von 2 % können Sie mit diesem Betrag ein Handelsvolumen von maximal US-$ 500.000 bewegen. Im Beispielsfall wollen Sie eine Währungsposition von € 500.000 erwerben.a. Gewinnsituation Ein erfolgreiches Devisenkassageschäft würde sich wie folgt entwickeln: Kaufpreis bei einem € - Kurs von US-$ 1,1600 US-$ 580.000 Zum Verkaufstermin ist der € - Kurs um 0,50 % auf US-$ 1,1658 gestiegen. Der Verkaufserlös beträgt US-$ 582.900 Gewinn US-$ 2.900 Bei einem Kapitaleinsatz von US-$ 5.800 (Margin 2 % von US-$ 580.000) haben Sie damit einen Gewinn von US-$ 2.900 erzielt, was ohne Kosten einer Rendite von 50 % entspricht. b. VerlustsituationEin nicht erfolgreiches Devisenkassageschäft würde sich wie folgt entwickeln: Kaufpreis bei einem € - Kurs von US-$ 1,1600 US-$ 580.000 Zum Verkaufstermin ist der € - Kurs um 0,50 % auf US-$ 1,1542 gefallen. Der Verkaufserlös beträgt US-$ 577.100 Verlust US-$ 2.900 Bei einem Kapitaleinsatz von US-$ 5.800 (Margin 2 % von US-$ 580.000) hat sich das eingesetzte Kapital damit halbiert. Würde der €-Kurs nicht nur um 0,50 %, sondern um 1 % auf US-$ 1,1484 fallen, würde der Erlös aus der Veräußerung der € 500.000-Position US-$ 574.200 betragen. Damit würde es zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals von US-$ 5.800 kommen. Das Beispiel zeigt, dass der Leverage-Effekt sowohl bei Gewinn- als auch bei Verlustgeschäften zu extremen Ergebnissen neigt.Sicherungsinstrumente Es empfiehlt sich, die Risiken von Devisengeschäften durch automatisierte Sicherungsinstrumente einzugrenzen. Ein typisches Sicherungsinstrument ist die „Stop-Loss-Order“. Unter diesem Begriff versteht man die Order, eine bestimmte Währungsposition zu kaufen oder zu verkaufen, sobald der Preis der jeweiligen Währung ein bestimmtes definiertes Limit überschreitet oder unterschreitet. Sobald der Preis das definierte Limit erreicht, wird die Order zum nächsten Preis ausgeführt. Je nach Marktlage kann der nächste Preis stark vom Limitpreis abweichen. Folge ist, dass trotz der Stop-Loss-Order Verluste entstehen. Auch die Stop-loss-Order bietet demgemäß keine Garantie, von Handelsverlusten verschont zu bleiben. Insbesondere in dynamischen Marktsituationen können die Preissprünge so groß sein, dass die Stop-Loss-Order Verluste nicht verhindern kann. Des weiteren ist zu berücksichtigen, dass das Kurslimit bei Stop-Loss-Orders und bei den ähnlich wirkenden Stop-Limit-Orders maximal 10 Punkte vom aktuellen Kurs abweichen darf.Kursanalyse Devisengeschäfte erfordern schnelle Entscheidungen über Kauf oder Verkauf von Währungspositionen. Ohne die laufende Analyse der aktuellen Marktsituation und fundierte Prognosen über die Kursentwicklung können diese Entscheidungen nicht getroffen werden. Auf den internationalen Kapitalmärkten haben sich zwei Analysemodelle durchgesetzt, die auch im FOREX-Handel praktiziert werden. Die Fundamentalistische Analyse basiert auf der Annahme, dass der Verlauf der Devisenkurse von zahlreichen ökonomischen, politischen oder auch sozialen Faktoren bestimmt wird. Kauf- und Verkaufentscheidungen basieren auf der Analyse dieser Faktoren und ihrer Wechselwirkungen untereinander. Die technische Analyse und die mechanischen Handelssysteme gehen von dem Ansatz aus, dass der Markt ständig wiederkehrenden, statistisch greifbaren Gesetzmäßigkeiten unterliegt, aus denen sich die künftige Markt- bzw. Kursentwicklung ableiten oder hochrechnen lässt. Wie auch immer – jeder Marktteilnehmer ist gezwungen, Märkte und Kursentwicklung laufend zu analysieren. Ohne sorgfältige Analyse sind erfolgreiche Devisengeschäfte nicht vorstellbar. Allerdings bietet auch eine noch so sorgfältige und fundierte Kursanalyse niemals die Gewähr, vor Handelsverlusten geschützt zu sein.Einführung in den Devisenhandel/Demonstrations-Plattform Vor Abschluss des Vermittlungsvertrages haben Sie sich eingehend über Devisengeschäfte und die Besonderheiten des Online-Devisenhandels informiert. Eingehende Erfahrungen mit dem Saxotrader Online Trading System und seiner Funktionsweise haben Sie durch das Training mit der Saxotrader Demonstrations-Plattform über einen Zeitraum von 10 Handelstagen gesammelt.Leerlaufen von Risikoeinschränkungen Die Risiken von Devisengeschäften können durch Stop-Limit-Orders und/oder Stop-Loss-Orders eingegrenzt werden. Das Risikomanagement mit Hilfe dieser Instrumente kann versagen, wenn die Orders nicht zu den beabsichtigten Preisen, nur zu verlustbringenden Preisen oder überhaupt nicht ausgeführt werden können. Die Risikobegrenzung durch Stop-Limit-Orders und/oder Stop-Loss-Orders kann in dynamischen Marktphasen aufgrund der dann typischen großen Preissprünge leer laufen. Weiters ist zu beachten das Stop-Limit-Orders nur zu den offizellen Handelszeiten ausgeführt werden können und somit über das Wochenende keine Garantie auf ausführung besteht und durch Preissprünge über das Wochenende leerlaufen können.Leverage-Effekt Der Leverage-Effekt führt auch bei Devisenkassageschäften zu einem erhöhten Verlustrisiko. Je geringer der Eigenkapitaleinsatz des Käufers im Verhältnis zum Handelsvolumen (Margin) vereinbart wird, desto größer ist auch bei geringfügigen Kursschwankungen das Risiko, einen großen Teil oder gar den gesamten Kapitaleinsatz zu verlieren (Totalverlust).Risiken des Online-Trading Weitere Risiken können sich aufgrund der Eigenheiten des Online-Trading ergeben. Insbesondere kann es aufgrund von Systemfehlern, Systemabstürzen, Übertragungsfehlern, andere Störungen der Hardware oder Software oder der Unterbrechung der Verbindung dazu kommen, daß Aufträge, insbesondere auch Stop-Limit-Orders und/oder Stop-Loss-Orders nicht oder nicht rechtzeitig übermittelt oder ausgeführt werden können. Auch diese Fehler und Störungen können Verluste bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals zur Folge haben. Die gleichen Risiken bestehen bei der Nutzung des Saxotrader Trading Desk.Finanzierungsrisiko Wegen der hohen Handelsrisiken sollten Devisengeschäfte unter keinen Umständen mit Krediten fremd finanziert werden. Devisengeschäfte sollte nur derjenige abschließen, der aufgrund seiner Einkommens- und Vermögenssituation auch den Totalverlust des eingesetzten Kapitals verschmerzen kann.Als eine Institution des Vertrauens hatte sich der Goldstandard in den 70er-Jahren des 19. Jahrhunderts etabliert. Erstmals wurde so ein breiter internationaler Handel über Geschäftsbankenguthaben möglich. Mit Ausbruch des Ersten Weltkriegs brach dieses System zusammen. Die Kriegsfinanzierung forderte eine sofortige und immense Geldschöpfung. Es kam in einigen Ländern zu rapiden Preissteigerungen, die mit der starren Golddeckung unvereinbar waren. Viele Staaten koppelten sich in den Kriegsjahren durch Devisenbewirtschaftung, d.h. eine staatliche Kontrolle über Ein- und Ausfuhr von Devisen, gänzlich vom Devisenmarkt ab. Nach Kriegsende einigte man sich auf die Einführung eines Systems der Goldkernwährungen. Allerdings trieb vor allem der Versuch, die im Krieg eingegangene Verschuldung bzw. die auferlegten Reparationen zu mindern, die Inflationsraten der Länder weit auseinander. Letztlich scheiterte der erneute Anlauf zur Schaffung eines stabilen Währungssystems an der mangelnden Koordination der Geldpolitik der beteiligten Länder. 1929 setzte mit dem Börsencrash in den USA die «Great Depression» ein. Die Weltwirtschaftskrise Anfang der 30er-Jahre wurde unvermeidbar. Die meisten Länder gaben in der Folge den Goldstandard auf. Der Sog in die Instabilität war dadurch allerdings nicht zu bremsen.Bereits vor Ende des 2. Weltkriegs veranlassten die USA und Großbritannien die Vorarbeiten zur Schaffung einer neuen Weltwirtschaftsordnung. Dieses multilaterale Handels- und Währungssystem sollte in den Organisationen der Vereinten Nationen verankert werden. Die Erstarrung der Welt in «Ost» und «West» ließ jedoch die Einbettung in die Aufgaben der UNO nicht zu. Stattdessen wurden auf der Konferenz von Bretton Woods im Juli 1944 die Bretton- Woods-Institutionen als separates internationales Vertragsregime geschaffen. Ziele des neuen Handels-, Währungs- und Finanzsystems waren der Wiederaufbau Europas und die Wiederherstellung einer internationalen Handelsordnung und der Währungsbeziehungen. Zur Überwachung der neuen Weltwährungsordnung wurde der Internationale Währungsfonds (IWF) gegründet. Die Länder waren unter dem IWF-Abkommen zur Gewährleistung der fixierten USD-Parität im Devisengeschäft verpflichtet. In den 60er-Jahren wurden bald schon Schwachstellen des Systems von Bretton Woods sichtbar. Mit den immensen Verteidigungsausgaben im Rahmen des Kalten Krieges und des eskalierenden Vietnamkriegs entstanden in den USA Ende der 60er-Jahre hohe Budgetdefizite. Das Kapital floss immer stärker aus dem Dollar zu den höheren Zinsen und den potenziell stärkeren Währungen Europas. 1971 gab die USA die unilaterale Aufhebung der Goldkonvertibilität des Dollars bekannt. Die europäischen Staaten einigten sich auf den Versuch, unter ihren Währungen die Paritäten im Rahmen der europäischen Währungsschlange aufrechtzuerhalten. Als es im Dezember 1971 endlich zur Abwertung des Dollars kam, wurde ein letzter Versuch lanciert, das Bretton-Woods-System zu retten. Allerdings floss weiterhin Kapital in Richtung Schweiz, Japan, Niederlande und Deutschland. Pfund und Lira konnten ihre Paritäten nicht halten.Den wirtschaftlich starken Ländern war es trotz weiterer Aufwertungen nicht möglich, ihren Interventionspflichten nachzukommen. Sie konnten Dollars nur noch durch Drucken zusätzlichen Geldes entgegennehmen. Dies zwang sie zu einer inflationären Geldpolitik. Im Frühjahr 1973 lösten sie ihre Währungen endgültig von der Dollarparität. Das Mandat des IWF wurde zu einem Aufsichtsmandat über ein Weltsystem flexibler Wechselkurse unter der Billigung von regionalen Wechselkursregimen mit fixen Paritäten abgeändert. Die Europäische Wirtschaftsgemeinschaft (EWG) war 1958 ins Leben gerufen worden. Während der 60er- Jahre wurden die wirtschaftlichen Verflechtungen in Europa immer enger. Die Wirtschaftspartner erkannten die Notwendigkeit einer synchronisierten Geldpolitik. Deshalb versuchten die EWG-Staaten schon vor Ende des Bretton- Woods-Systems, ein System der Paritäten mit engen Bändern untereinander aufrechtzuerhalten. Dieses System war ein Vorläufer des im Jahre 1979 gegründeten Europäischen Währungssystems (EWS). Die Ziele des EWS waren die Gewährung von Wechselkursstabilität sowie die wirtschaftliche Konvergenz der Mitglieder bei niedriger Inflation. Die DEM etablierte sich aufgrund ihrer Stärke und der Reputation der Bundesbank als Ankerwährung. Außerdem hielt die Bundesbank die größten Devisenreserven und war damit in der Lage, potenziell jeden Wechselkurs zu stützen. Die anderen Währungen hatten somit Gelegenheit, sich an die inflationsstabile DEM anzuhängen und so Geldwertstabilität zu importieren. Von 1987 bis Anfang der 90er-Jahre trat eine eigentliche Stabilitätsphase ein, geprägt durch Konvergenz der Wirtschaften und Harmonisierung der Geldpolitik. Das plötzliche Ende des Kalten Krieges mit der Wiedervereinigung Deutschlands 1990 musste aber auch die Wechselkurse berühren. Im September 1992 kam es zu einer Krise im EWS. Das GBP und die ITL verließen den Wechselkursmechanismus, um sich frei am Markt bilden zu lassen. Andere Währungen konnten nur durch erhebliche Reserveverschiebungen gestützt werden.Spätestens mit der Wiedervereinigung war dem letzten Beobachter klar geworden, dass die europäische Geldpolitik durch die Notenbank der Ankerwährung DEM dominiert wurde. Diese Erkenntnis war ein treibender Grund für die anderen EWS-Mitglieder, um den Übergang zu einer Währungsunion mit einer neu zu gründenden Europäischen Zentralbank (EZB) zu beschließen. Im November 1993 trat das Abkommen von Maastricht in Kraft. Es regelte den Übergang zur Europäischen Wirtschafts- und Währungsunion (EWU): die Harmonisierung der Geldpolitik im System europäischer Zentralbanken sowie die Einführung des Euro als gesamteuropäischen Zahlungsmittels. Als Wegweiser für den Übergang zur EWU wurden im Abkommen von Maastricht Kriterien betreffend den Wirtschaftszustand der Mitglieder formuliert. Diese Konvergenzkriterien sollten den Übergang zu einer gemeinsamen Geldpolitik möglichst reibungslos gestalten. Die kommenden Jahre waren denn auch von dem Versuch aller Mitgliedsstaaten der Europäischen Union geprägt, die Konvergenzkriterien zu erfüllen. Eine gemeinsame Währung beseitigt innerhalb des Währungsraums jene Unsicherheiten, die Wechselkursschwankungen in internationalen Handelsgeschäften verursachen. Nach außen bleibt der Handel den Schwankungen flexibler Wechselkurse ausgesetzt.Grundlagen des Devisenhandels um die Praxis des Devisenhandels erläutern zu können, sollen zunächst einige Grundlagen für das Verständnis der dargestellten Geldmarkttransaktionen gelegt werden. Neben der Notierung der Wechselkurse werden die Positionsführung der Händler und die grundlegendste Geschäftsart, das Kassageschäft, beschriebenr Wechselkurs wird als Preis der ausländischen Währung in inländischen Währungseinheiten definiert. Diese Definition des Wechselkurses bezeichnet man auch als die direkte Notierung. Sie wird in den meisten Ländern angewendet. Dabei wird der Preis von normalerweise hundert Einheiten ausländischer Währung, beim Dollar und beim englischen Pfund jedoch nur der Preis einer Einheit, in inländischer Währung notiert. Es gibt jedoch Ausnahmen von dieser Regel. Da in Großbritannien früher nicht das Dezimalsystem verwendet wurde, notierte man den Gegenwert von einem GBP in der ausländischen Währung. Diese Methode nennt man die indirekte Notierung. Auch heute noch wird das GBP indirekt notiert. Um ein reibungsloses Funktionieren des Marktes zu gewährleisten, braucht es also weitere Konventionen. Im professionellen Devisenhandel zwischen Banken notieren die Händler normalerweise in Dollarkursen. Das heißt, dass der Wert der verschiedenen Lokalwährungen durch die Bezeichnung des Preises von einem USD in lokaler Währung angegeben wird. Setzt man sich z. B. von Zürich aus mit einer norwegischen Bank in Verbindung, um nach ihren NOK-Kursen zu fragen, dann werden die norwegischen Händler nicht den Kurs des CHF gegen NOK angeben, sondern jenen des USD gegen NOK. Diese seit den 50er-Jahren übliche Methode, Währungen in Dollarkursen zu notieren, hat die Bedeutung von Arbitrage im Devisenhandel stark verändert. Unter Arbitrage versteht man Kursgewinne aus dem professionellen Interbankgeschäft, im Gegensatz zum Kundengeschäft. Im aktiven Devisenhandel werden den Kunden jeweils zwei Kurse für ein Währungspaar gestellt. Wird beispielsweise für EUR gegen USD ein Kurs von EUR/USD 1. 1521/1. 1536 notiert, dann ist der erste Kurs der Ankaufskurs, den die Bank für den EUR bietet, der zweite der Verkaufskurs für den EUR. In der Fachsprache wird der erste Kurs auch Geldkurs oder Bid genannt. Der zweite Kurs entspricht dem Verkaufskurs für den EUR. Dieser wird auch Briefkurs oder Ask genannt. Der so genannte Mittelkurs entspricht dem Durchschnitt aus An- und Verkaufskurs. Devisenhändler (Trader) handeln in der Regel im Monat an 10 bis 20 Tagen. Ein Handel wird nur dann durchgeführt, wenn die Analyseinstrumente einen eindeutigen Trend zeigen. Das bedeutet, dass an unsicheren Tagen der Handel einfach ausgesetzt und das Risiko eines Verlustes somit vermieden wird. Beim Handel beobachtet der Trader ständig die sich im Sekundentakt im zehntausendstel Stellenbereich ändernden Kurse. Diese 4. Stelle hinter dem Komma wird im Fachjargon "pip" genannt. Da im Devisenhandel die Positionen in aller Regel schon nach kurzer Zeit (innerhalb von Stunden) wieder verkauft werden (glatt gestellt), hat die Bank auch nur das Risiko der in dieser kurzen Zeit relativ geringen Kursschwankungen zu tragen. Ein Beispiel Aufgrund von gewissen Analysen und Tendenzen wird mit einem steigenden Euro gerechnet. Der Devisenhändler steigt z. B. mit 100. 000 US-Dollar über einen Broker in den Devisenmarkt ein und kauft für diesen Betrag Euro. Der Einstiegskurs beträgt 1,1600 Euro zu 1 Dollar. Tatsächlich steigt der Kurs innerhalb von 2 Stunden rasch an. Beim Kurs von 1,1648 entscheidet sich der Devisenhändler die gekaufte Position durch einen Verkauf glatt zu stellen und damit aus dem Markt auszusteigen. Zusammenfassend ergibt sich folgende Rechnung: Der Eurokurs zu Dollar = 1,1600 Der Devisenhändler kauft für 100. 000 $ = 116. 000 EUR Der Kurs steigt = 1,1648 Der Devisenhändler verkauft = 116. 480 EUR Kursgewinn (0,0048) = 48 pips Absoluter Gewinn = 480 EUR Bei einem Einsatz von 100. 000 $ ist ein Tagesgewinn von 480 EUR nicht der Rede wert. Durch das so genannte "Margin" - System beträgt der Einsatz aber nur 10% dieser Summe. Das bedeutet, die 480 EUR werden bei einem Kapitaleinsatz von 10. 000 $ realisiert! Dies entspricht einem Gewinn von 450,78 $ bei einem Kurs von 1,1648. In dem o. g. Beispiel wurde also in weniger als 24 Stunden eine Tagesrendite 4,5% erzielt. Die Stopp-Loss-Sicherung Selbstverständlich ist es möglich, dass der Kurs einer Währung sich auch einmal anders verhält als es der Trader erwartet. Um unerwünschten Verlusten wirksam zu begegnen, wird in der Praxis eine Stop-Loss-Marke gesetzt. Ein Beispiel: Die Devisenhändler kaufen für 100. 000 $ Euro zum Kurs von 1,1600. Gleichzeitig erhält der Broker die Anweisung: "Stop bei 1,1550". Dies bedeutet, sobald der Kurs auf die Marke von 1,1550 fällt, werden die Euro zu diesem Kurs automatisch, ohne nochmaligen Auftrag, verkauft. Es entsteht somit ein Verlust von 50 pips oder 500 EUR = 4,74 %. In der Praxis wird die Stop-Loss-Sicherung bei jedem Handelseinstieg mit maximal 50 pips festgelegt. Ein Verlust wäre somit auf 5 Prozent begrenzt. Das Hedging Das Hedging ist die Absicherung eines Kurses durch eine Gegenposition. Grundsätzlich hat die Praxis gezeigt, dass sich Euro und Schweizer Franken gegenläufig verhalten. Steigt der Euro fällt der Schweizer Franken und umgekehrt. Natürlich bestätigt die Ausnahme die Regel. Entsprechend dieser grundsätzlichen Kursbewegungen kann man ein Hedging im FOREX-Kapitalanlagebereich betreiben, indem man 50 % des Kapitals in den Euro investiert und 50 % in Schweizer Franken, wobei in diesem Falle immer bei beiden Währungen auf fallende oder auf steigende Kurse gesetzt wird. Ein Beispiel: Der Trader setzt auf steigende Kurse. Er investiert 50% des Kapitals in Euro und 50% in Schweizer Franken. Die Stop-Loss-Sicherung wird beim Euro mit 30 und beim Schweizer Franken mit 50 pips gesetzt. Nach dem Kauf stellt sich heraus, dass der Euro wider Erwarten fällt, der Schweizer Franken jedoch steigt. Beim Euro erfolgt der automatische Ausstieg, wenn der Kurs um 30 pips gefallen ist. Es wird also ein Verlust von 30 pips realisiert. Der Kurs des Schweizer Franken steigt weiter. Bei 62 pips über dem Einstiegskurs verkauft der Trader. Es entsteht also ein Gewinn von 62 pips. Kumuliert man das Tagesergebnis, liegt der Gewinn bei insgesamt 32 pips. Ob ein Hedging angewandt wird oder nicht, entscheiden die Trader aufgrund von Chartanalysen, Trends und ihrer langjährigen Erfahrung. Wie schon bei den Geschäftsarten im Devisenhandel erwähnt, versteht man unter einem Swapgeschäft die Verbindung eines Kassageschäftes mit einem Termingeschäft. Diese Kombination besteht entweder in dem Kauf einer Währung per Kasse und ihrem gleichzeitigen Verkauf per Termin oder in dem Verkauf einer Währung per Kasse und ihrem Rückkauf per Termin. Bei einem Swapgeschäft, das im Bereich des Devisenhandels spezifisch ist, handelt es sich um ein Tauschgeschäft (der Ausdruck "swap" bedeutet "tauschen"). Getauscht werden somit zwei Fälligkeiten, nämlich Kassa gegen Termin, mitunter auch ein Termin gegen einen anderen Termin (zum Beispiel 2 Monate gegen 3 Monate). Die jeweils zwei Seiten des Swapgeschäftes werden mit dem gleichen Partner abgeschlossen. Kassakurs und Terminkurs weisen einen von der Zinsdifferenz zwischen den beiden Währungen bestimmten Unterschied auf. Gängige Fristen für den Abschluß von Swapgeschäften zur Prolongation (Verlängerung) von Kassapositionen sind 2 zu 3 Geschäftstage oder 1 zu 2 Geschäftstage. Je nachdem, um welche Frist es sich im einzelnen handelt, unterscheidet man zwischen "spot next" und "tommorow next" ("tom next"). "spot next"Bei einer "spot next"-Transaktion hat die Kassaseite des Swapgeschäftes eine zweitägige und die Terminseite eine dreitägige Laufzeit. "tom next" Bei einer "tom next"-Transaktion ist die Valutierung der Kassaseite eintägig und der Terminseite zweitägig. Für beide Swaparten besteht in den Währungen der westlichen Industrieländer in der Regel ein liquider Markt. Da die meisten Banken jedoch die kürzere Terminierung bevorzugen und im Bereich des kommerziellen Zahlungsverkehrs häufig eintägig benötigte Währungsein- und -ausgänge anfallen, sind die Umsätze in den "tom next"-Transaktionen etwas größer. Eine Bank, welche beispielsweise am 14. 6. Valuta 16. 6. 10 Mio. US-$ verkauft hat, kann die Fälligkeit dieser Position auf zwei verschiedene Arten hinausschieben: entweder durch Abschluß eines "spot next"-Geschäftes am 14. 6. (Kauf von 10 Mio. US-$ per 16. 6. und Verkauf von 10 Mio. US-$ per 17. 6. ) oder durch Abschluß eines "tom next"-Geschäftes am 15. 6. (Kauf von 10 Mio. US-$ per 16. 6. und Verkauf von 10 Mio. US-$ per 17. 6. ) Durch solche, sich wiederholende Transaktionen wird die spekulative Position im Rahmen eines Devisenspekulationsgeschäftes aufrechterhalten, ohne dass hierzu der Einsatz von Eigen- bzw. Kreditmitteln erforderlich wird. Allerdings ist zu beachten, dass die beiden Kurse des Swapgeschäftes nicht gleich sind. Dies führt dazu, dass entweder ein Swapgewinn (bei Short-Positionen) oder ein Swapverlust (bei Long-Positionen) entsteht. Devisengeschäfte sind mit einem hohen Verlustrisiko behaftet. Bevor Sie sich als Marktteilnehmer an den internationalen Devisenmärkten engagieren, möchten wir Sie über Ablauf und Abwicklung, insbesondere aber über die typischen Risiken bei Devisengeschäften, informieren. Diese Risikoinformation kann nicht über alle möglichen Risiken beim Devisenhandel aufklären und enthält demgemäß nur Hinweise zu den typischen Risiken des Devisenhandels und des Online-Devisenhandels. Der Handel mit Devisen und die damit verbundenen Risiken erfordern besondere Kenntnisse, Fähigkeiten und Erfahrungen und sind deshalb für viele Kapitalanleger nicht geeignet. Sie sollten deshalb sehr sorgfältig prüfen, ob der Online-Handel mit Devisen angesichts ihrer Erfahrung, Anlageziele, finanziellen Möglichkeiten und ihren sonstigen anlagerelevanten persönlichen Verhältnissen eine angemessene Form der Kapitalanlage darstellt. Wir bitten Sie, diese Risikoaufklärung sorgfältig zu lesen und zu prüfen, ob Sie bereit und in der Lage sind, die mit Devisengeschäften verbundenen wirtschaftlichen Risiken zu tragen. Motor und Geschäftsgrundlage der internationalen Devisenmärkte sind die ständigen Kursschwankungen, die neben zahlreichen anderen Faktoren durch Angebot und Nachfrage des Marktes beeinflusst werden. Mit der globalen Vernetzung der Märkte und Marktteilnehmer hat sich der Devisenmarkt in den vergangenen Jahren zum liquidesten aller Finanzmärkte entwickelt. Die große Zahl der Marktteilnehmer und die dank moderner Kommunikationstechnologien möglichen extrem kurzen Reaktionszeiten führen heute bisweilen an einem Tag zu Kursschwankungen, wie sie früher nur über längere Zeiträume zu beobachten waren. Gerade in diesem Umstand liegt die besondere Attraktivität des FOREX-Handels, aber auch sein außerordentlich hohes Risiko. Die maßgeblichen Wechselkurse im Kassageschäft werden durch den Geldkurs und den Briefkurs definiert. Im internationalen Devisengeschäft werden diese Kurse als „Bid-Kurs“ (der Geldkurs) und als „Ask-Kurs“ (Briefkurs) bezeichnet. Bid-Kurs ist der Kurs, zu dem der Verkäufer oder Händler eine Währung einkauft. Ask-Kurs ist der Kurs, zu dem der Käufer die Währung ankauft. Die Differenz, auch „Spread“ genannt, zwischen Bid-Kurs und Ask-Kurs ist mithin der Betrag, um den der Kontrahent die Währung teurer einkauft oder billiger verkauft. Bid-Kurs und Ask-Kurs liegen keineswegs fest. Vielmehr unterscheiden sich die Kurse insbesondere nach dem Volumen des Geschäfts und der Art des Kunden. Margin und Leverage-Effekt Eine Variante des Devisenkassageschäfts ist der körperliche tatsächliche Kauf einer Währung gegen Zahlung des entsprechenden Betrages einer anderen Währung. Angesichts der Vielzahl von Geschäftsvorfällen und der kurzen Laufzeiten der Geschäfte wird das Kassageschäft typischerweise nicht gegen Zahlung des entsprechenden Gegenwerts einer anderen Währung abgewickelt. Vielmehr muss der Käufer zur Deckung des Risikos lediglich eine Mindestdeckung, die so genannte „Margin“, hinterlegen, die beim Devisenhandel über das Saxotrader Online Trading System und das Saxotrader Online Trading Desk 2 % des jeweils gehandelten Währungsvolumens entspricht. In Höhe der Margin ist das gehandelte Währungsvolumen durch Ihren Kapitaleinsatz gedeckt, der Restbetrag des Handelsvolumens ist gleichsam auf Kreditbasis finanziert. Die Abwicklung des Devisengeschäftes auf der Basis einer Margin reduziert zwar den Kapitaleinsatz des Käufers, der mit einem vergleichsweise geringen Kapitalstock ein vergleichsweise großes Handelsvolumen bewegen kann. Konsequenz des Margin-Geschäftes ist aber, dass selbst geringe Kursschwankungen zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals führen können, wenn der Verlust die hinterlegte Margin überschreitet. Im Grundsatz gilt: Je geringer die Margin, desto größer die Gefahr des Totalverlustes des eingesetzten Betrages. In der Praxis wird dieser Zusammenhang als Hebeleffekt oder Leverage-Effekt bezeichnet. Die folgenden Beispiele verdeutlichen die Wirkung des Leverage-Effektes in Gewinn- und Verlustsituationen. Das Beispiel geht davon aus, daß Sie einen Betrag von bis zu US-$ 10. 000 einsetzen wollen. Bei einer Margin von 2 % können Sie mit diesem Betrag ein Handelsvolumen von maximal US-$ 500. 000 bewegen. Im Beispielsfall wollen Sie eine Währungsposition von € 500. 000 erwerben. a. Gewinnsituation Ein erfolgreiches Devisenkassageschäft würde sich wie folgt entwickeln: Kaufpreis bei einem € - Kurs von US-$ 1,1600 US-$ 580. 000 Zum Verkaufstermin ist der € - Kurs um 0,50 % auf US-$ 1,1658 gestiegen. Der Verkaufserlös beträgt US-$ 582. 900 Gewinn US-$ 2. 900 Bei einem Kapitaleinsatz von US-$ 5. 800 (Margin 2 % von US-$ 580. 000) haben Sie damit einen Gewinn von US-$ 2. 900 erzielt, was ohne Kosten einer Rendite von 50 % entspricht. b. VerlustsituationEin nicht erfolgreiches Devisenkassageschäft würde sich wie folgt entwickeln: Kaufpreis bei einem € - Kurs von US-$ 1,1600 US-$ 580. 000 Zum Verkaufstermin ist der € - Kurs um 0,50 % auf US-$ 1,1542 gefallen. Der Verkaufserlös beträgt US-$ 577. 100 Verlust US-$ 2. 900 Bei einem Kapitaleinsatz von US-$ 5. 800 (Margin 2 % von US-$ 580. 000) hat sich das eingesetzte Kapital damit halbiert. Würde der €-Kurs nicht nur um 0,50 %, sondern um 1 % auf US-$ 1,1484 fallen, würde der Erlös aus der Veräußerung der € 500. 000-Position US-$ 574. 200 betragen. Damit würde es zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals von US-$ 5. 800 kommen. Das Beispiel zeigt, dass der Leverage-Effekt sowohl bei Gewinn- als auch bei Verlustgeschäften zu extremen Ergebnissen neigt. Sicherungsinstrumente Es empfiehlt sich, die Risiken von Devisengeschäften durch automatisierte Sicherungsinstrumente einzugrenzen. Ein typisches Sicherungsinstrument ist die „Stop-Loss-Order“. Unter diesem Begriff versteht man die Order, eine bestimmte Währungsposition zu kaufen oder zu verkaufen, sobald der Preis der jeweiligen Währung ein bestimmtes definiertes Limit überschreitet oder unterschreitet. Sobald der Preis das definierte Limit erreicht, wird die Order zum nächsten Preis ausgeführt. Je nach Marktlage kann der nächste Preis stark vom Limitpreis abweichen. Folge ist, dass trotz der Stop-Loss-Order Verluste entstehen. Auch die Stop-loss-Order bietet demgemäß keine Garantie, von Handelsverlusten verschont zu bleiben. Insbesondere in dynamischen Marktsituationen können die Preissprünge so groß sein, dass die Stop-Loss-Order Verluste nicht verhindern kann. Des weiteren ist zu berücksichtigen, dass das Kurslimit bei Stop-Loss-Orders und bei den ähnlich wirkenden Stop-Limit-Orders maximal 10 Punkte vom aktuellen Kurs abweichen darf. Kursanalyse Devisengeschäfte erfordern schnelle Entscheidungen über Kauf oder Verkauf von Währungspositionen. Ohne die laufende Analyse der aktuellen Marktsituation und fundierte Prognosen über die Kursentwicklung können diese Entscheidungen nicht getroffen werden. Auf den internationalen Kapitalmärkten haben sich zwei Analysemodelle durchgesetzt, die auch im FOREX-Handel praktiziert werden. Die Fundamentalistische Analyse basiert auf der Annahme, dass der Verlauf der Devisenkurse von zahlreichen ökonomischen, politischen oder auch sozialen Faktoren bestimmt wird. Kauf- und Verkaufentscheidungen basieren auf der Analyse dieser Faktoren und ihrer Wechselwirkungen untereinander. Die technische Analyse und die mechanischen Handelssysteme gehen von dem Ansatz aus, dass der Markt ständig wiederkehrenden, statistisch greifbaren Gesetzmäßigkeiten unterliegt, aus denen sich die künftige Markt- bzw. Kursentwicklung ableiten oder hochrechnen lässt. Wie auch immer – jeder Marktteilnehmer ist gezwungen, Märkte und Kursentwicklung laufend zu analysieren. Ohne sorgfältige Analyse sind erfolgreiche Devisengeschäfte nicht vorstellbar. Allerdings bietet auch eine noch so sorgfältige und fundierte Kursanalyse niemals die Gewähr, vor Handelsverlusten geschützt zu sein. Einführung in den Devisenhandel/Demonstrations-Plattform Vor Abschluss des Vermittlungsvertrages haben Sie sich eingehend über Devisengeschäfte und die Besonderheiten des Online-Devisenhandels informiert. Eingehende Erfahrungen mit dem Saxotrader Online Trading System und seiner Funktionsweise haben Sie durch das Training mit der Saxotrader Demonstrations-Plattform über einen Zeitraum von 10 Handelstagen gesammelt. Leerlaufen von Risikoeinschränkungen Die Risiken von Devisengeschäften können durch Stop-Limit-Orders und/oder Stop-Loss-Orders eingegrenzt werden. Das Risikomanagement mit Hilfe dieser Instrumente kann versagen, wenn die Orders nicht zu den beabsichtigten Preisen, nur zu verlustbringenden Preisen oder überhaupt nicht ausgeführt werden können. Die Risikobegrenzung durch Stop-Limit-Orders und/oder Stop-Loss-Orders kann in dynamischen Marktphasen aufgrund der dann typischen großen Preissprünge leer laufen. Weiters ist zu beachten das Stop-Limit-Orders nur zu den offizellen Handelszeiten ausgeführt werden können und somit über das Wochenende keine Garantie auf ausführung besteht und durch Preissprünge über das Wochenende leerlaufen können. Leverage-Effekt Der Leverage-Effekt führt auch bei Devisenkassageschäften zu einem erhöhten Verlustrisiko. Je geringer der Eigenkapitaleinsatz des Käufers im Verhältnis zum Handelsvolumen (Margin) vereinbart wird, desto größer ist auch bei geringfügigen Kursschwankungen das Risiko, einen großen Teil oder gar den gesamten Kapitaleinsatz zu verlieren (Totalverlust). Risiken des Online-Trading Weitere Risiken können sich aufgrund der Eigenheiten des Online-Trading ergeben. Insbesondere kann es aufgrund von Systemfehlern, Systemabstürzen, Übertragungsfehlern, andere Störungen der Hardware oder Software oder der Unterbrechung der Verbindung dazu kommen, daß Aufträge, insbesondere auch Stop-Limit-Orders und/oder Stop-Loss-Orders nicht oder nicht rechtzeitig übermittelt oder ausgeführt werden können. Auch diese Fehler und Störungen können Verluste bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals zur Folge haben. Die gleichen Risiken bestehen bei der Nutzung des Saxotrader Trading Desk. Finanzierungsrisiko Wegen der hohen Handelsrisiken sollten Devisengeschäfte unter keinen Umständen mit Krediten fremd finanziert werden. Devisengeschäfte sollte nur derjenige abschließen, der aufgrund seiner Einkommens- und Vermögenssituation auch den Totalverlust des eingesetzten Kapitals verschmerzen kann. Als eine Institution des Vertrauens hatte sich der Goldstandard in den 70er-Jahren des 19. Jahrhunderts etabliert. Erstmals wurde so ein breiter internationaler Handel über Geschäftsbankenguthaben möglich. Mit Ausbruch des Ersten Weltkriegs brach dieses System zusammen. Die Kriegsfinanzierung forderte eine sofortige und immense Geldschöpfung. Es kam in einigen Ländern zu rapiden Preissteigerungen, die mit der starren Golddeckung unvereinbar waren. Viele Staaten koppelten sich in den Kriegsjahren durch Devisenbewirtschaftung, d. h. eine staatliche Kontrolle über Ein- und Ausfuhr von Devisen, gänzlich vom Devisenmarkt ab. Nach Kriegsende einigte man sich auf die Einführung eines Systems der Goldkernwährungen. Allerdings trieb vor allem der Versuch, die im Krieg eingegangene Verschuldung bzw. die auferlegten Reparationen zu mindern, die Inflationsraten der Länder weit auseinander. Letztlich scheiterte der erneute Anlauf zur Schaffung eines stabilen Währungssystems an der mangelnden Koordination der Geldpolitik der beteiligten Länder. 1929 setzte mit dem Börsencrash in den USA die «Great Depression» ein. Die Weltwirtschaftskrise Anfang der 30er-Jahre wurde unvermeidbar. Die meisten Länder gaben in der Folge den Goldstandard auf. Der Sog in die Instabilität war dadurch allerdings nicht zu bremsen. Bereits vor Ende des 2. Weltkriegs veranlassten die USA und Großbritannien die Vorarbeiten zur Schaffung einer neuen Weltwirtschaftsordnung. Dieses multilaterale Handels- und Währungssystem sollte in den Organisationen der Vereinten Nationen verankert werden. Die Erstarrung der Welt in «Ost» und «West» ließ jedoch die Einbettung in die Aufgaben der UNO nicht zu. Stattdessen wurden auf der Konferenz von Bretton Woods im Juli 1944 die Bretton- Woods-Institutionen als separates internationales Vertragsregime geschaffen. Ziele des neuen Handels-, Währungs- und Finanzsystems waren der Wiederaufbau Europas und die Wiederherstellung einer internationalen Handelsordnung und der Währungsbeziehungen. Zur Überwachung der neuen Weltwährungsordnung wurde der Internationale Währungsfonds (IWF) gegründet. Die Länder waren unter dem IWF-Abkommen zur Gewährleistung der fixierten USD-Parität im Devisengeschäft verpflichtet. In den 60er-Jahren wurden bald schon Schwachstellen des Systems von Bretton Woods sichtbar. Mit den immensen Verteidigungsausgaben im Rahmen des Kalten Krieges und des eskalierenden Vietnamkriegs entstanden in den USA Ende der 60er-Jahre hohe Budgetdefizite. Das Kapital floss immer stärker aus dem Dollar zu den höheren Zinsen und den potenziell stärkeren Währungen Europas. 1971 gab die USA die unilaterale Aufhebung der Goldkonvertibilität des Dollars bekannt. Die europäischen Staaten einigten sich auf den Versuch, unter ihren Währungen die Paritäten im Rahmen der europäischen Währungsschlange aufrechtzuerhalten. Als es im Dezember 1971 endlich zur Abwertung des Dollars kam, wurde ein letzter Versuch lanciert, das Bretton-Woods-System zu retten. Allerdings floss weiterhin Kapital in Richtung Schweiz, Japan, Niederlande und Deutschland. Pfund und Lira konnten ihre Paritäten nicht halten. Den wirtschaftlich starken Ländern war es trotz weiterer Aufwertungen nicht möglich, ihren Interventionspflichten nachzukommen. Sie konnten Dollars nur noch durch Drucken zusätzlichen Geldes entgegennehmen. Dies zwang sie zu einer inflationären Geldpolitik. Im Frühjahr 1973 lösten sie ihre Währungen endgültig von der Dollarparität. Das Mandat des IWF wurde zu einem Aufsichtsmandat über ein Weltsystem flexibler Wechselkurse unter der Billigung von regionalen Wechselkursregimen mit fixen Paritäten abgeändert. Die Europäische Wirtschaftsgemeinschaft (EWG) war 1958 ins Leben gerufen worden. Während der 60er- Jahre wurden die wirtschaftlichen Verflechtungen in Europa immer enger. Die Wirtschaftspartner erkannten die Notwendigkeit einer synchronisierten Geldpolitik. Deshalb versuchten die EWG-Staaten schon vor Ende des Bretton- Woods-Systems, ein System der Paritäten mit engen Bändern untereinander aufrechtzuerhalten. Dieses System war ein Vorläufer des im Jahre 1979 gegründeten Europäischen Währungssystems (EWS). Die Ziele des EWS waren die Gewährung von Wechselkursstabilität sowie die wirtschaftliche Konvergenz der Mitglieder bei niedriger Inflation. Die DEM etablierte sich aufgrund ihrer Stärke und der Reputation der Bundesbank als Ankerwährung. Außerdem hielt die Bundesbank die größten Devisenreserven und war damit in der Lage, potenziell jeden Wechselkurs zu stützen. Die anderen Währungen hatten somit Gelegenheit, sich an die inflationsstabile DEM anzuhängen und so Geldwertstabilität zu importieren. Von 1987 bis Anfang der 90er-Jahre trat eine eigentliche Stabilitätsphase ein, geprägt durch Konvergenz der Wirtschaften und Harmonisierung der Geldpolitik. Das plötzliche Ende des Kalten Krieges mit der Wiedervereinigung Deutschlands 1990 musste aber auch die Wechselkurse berühren. Im September 1992 kam es zu einer Krise im EWS. Das GBP und die ITL verließen den Wechselkursmechanismus, um sich frei am Markt bilden zu lassen. Andere Währungen konnten nur durch erhebliche Reserveverschiebungen gestützt werden. Spätestens mit der Wiedervereinigung war dem letzten Beobachter klar geworden, dass die europäische Geldpolitik durch die Notenbank der Ankerwährung DEM dominiert wurde. Diese Erkenntnis war ein treibender Grund für die anderen EWS-Mitglieder, um den Übergang zu einer Währungsunion mit einer neu zu gründenden Europäischen Zentralbank (EZB) zu beschließen. Im November 1993 trat das Abkommen von Maastricht in Kraft. Es regelte den Übergang zur Europäischen Wirtschafts- und Währungsunion (EWU): die Harmonisierung der Geldpolitik im System europäischer Zentralbanken sowie die Einführung des Euro als gesamteuropäischen Zahlungsmittels. Als Wegweiser für den Übergang zur EWU wurden im Abkommen von Maastricht Kriterien betreffend den Wirtschaftszustand der Mitglieder formuliert. Diese Konvergenzkriterien sollten den Übergang zu einer gemeinsamen Geldpolitik möglichst reibungslos gestalten. Die kommenden Jahre waren denn auch von dem Versuch aller Mitgliedsstaaten der Europäischen Union geprägt, die Konvergenzkriterien zu erfüllen. Eine gemeinsame Währung beseitigt innerhalb des Währungsraums jene Unsicherheiten, die Wechselkursschwankungen in internationalen Handelsgeschäften verursachen. Nach außen bleibt der Handel den Schwankungen flexibler Wechselkurse ausgesetzt.

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